Geschäftsbericht_2017

Ein neues Rekordhoch gab es dann imHerbst : 92 Prozent (Herbst 2016: 89 Prozent) der Unter- nehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäfts- lage gut, 94 Prozent (Herbst 2016: 92 Prozent) erwarteten das auch fürs nächste halbe Jahr. Am besten ging es den Handwerken für den Gewerblichen Bedarf. 97 Prozent der Betriebe gaben an,dass ihre Situation gut oder zufrieden- stellend ist. Entsprechend positiv sah es bei den Indikatoren aus. Aber: Der tendenziell gestiegene Umsatz bei 40 Prozent dieser Gewerksgruppe resultierte eher aus erhöhtem Auftragsbestand (42 Prozent) denn aus verbes- serter Ertragslage. Die Reichweite der Aufträge erstreckte sich im Schnitt über 12,5Wochen; der Vergleichswert war bei den übrigen Gewerksgruppen ummehr als vierWochen geringer. Der Kammer-Präsident dazu:„Ein ausschlag- gebender Punkt ist sicherlich das weitere Exportwachstumdank des niedrigen Euro-Wechselkurses, ein weiterer die anhal- tend positiven Signale aus der Industrie. Davon profitieren natürlich auch wir.“ Ausgesprochen gute Stimmung herrschte ebenso imBau- und Ausbaubereich; hier lag die Zufriedenheit mit der aktuellen Geschäftslage bei 95 bzw. 96 Prozent.Wesentliche Erfolgstreiber waren laut Schröder das niedrige Zinsniveau / günstige Kredite, Förderprogramme zur energetischen Gebäudesanierung, Kaufkraftzuwächse durch tarifliche Lohnerhöhungen sowie eine niedrige Inflationsrate. Zudemeine weitereWohnraum- verknappung, die stärker als bisher Umbau- und Renovierungsarbeiten nötigmachten. So gut wie lange nicht mehr war übrigens die Stimmung imKfz-Handwerk – 89 Prozent (Herbst 2016: 81 Prozent) waren zufrieden,was auf eine verbesserte Ertragslage hindeutete; fast jeder dritte Betrieb (32 Prozent) konnte die Verkaufspreise erhöhen.Weniger gut, aber keinesfalls schlecht, sah es in den Nahrungs- mittel- und Gesundheitshandwerken aus. In beiden Gruppen sprachen jeweils 83 Prozent der Unternehmen von einer guten bis befrie- digenden Geschäftssituation. Handwerk 27

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